Archivbeitrag vom 14. März 2016 — erstmals erschienen auf Trending Topics als Sponsored Story von SlopeLift.

Seit Februar 2016 verzichtet Google auf seinen SERPs auf die rechte Anzeigenspalte. Der offizielle Grund sei die Angleichung des Sucherlebnisses am Desktop an die Mobile-Erfahrung. Nach einer stillen Testphase sind diese Änderungen mittlerweile weltweit ausgerollt.

Die Werbetreibenden gewinnen dafür einen Anzeigenplatz: Statt TOP 3 gibt es nun TOP 4 über den organischen Einträgen. Zusammengefasst bedeutet das: keine Anzeigen auf der rechten Seite, eine verringerte Gesamtanzahl von Anzeigen auf SERP 1, vier Top-Positionen und bis zu drei Bottom Ads.

O Column, where art thou?

Aus SEO-Sicht ist dies „ziemlich hart". Im Extrembeispiel hotels london erscheint bei Chrome und einer Auflösung von 1920×1080 kein organischer Eintrag mehr above-the-fold. Der SEO-Fachbereich sollte proaktiv auf Traffic-Abfälle überwachen.

Die rechte Anzeigenspalte erzielte lediglich 5,7% des gesamten Klickvolumens — Bottom Ads greifen mehr als dreimal so viel ab.

Google bleibt unentschlossen bei Shopping-Ergebnissen: Bei drei Produkten wird über den TOP-Ads ausgespielt, bei mehr Produkten rechts. Der Knowledge-Graph bleibt ebenfalls rechts.

Not all who wander are lost

Der Wettbewerb um Top-Positionen wird stärker, Gebote und CPCs könnten steigen. Allerdings gibt es erste Entwarnung: Eine Studie von intelliAd zeigt, dass sich die CPCs auf Seite 1 nur um zwei Prozent erhöht haben, für die Top 3 sogar nur um einen Prozent.

Das Klickvolumen der Bottom Ads ist auffallend hoch: Während die rechte Spalte lediglich 5,7% des gesamten Klickvolumens erzielte, greifen die Bottom Ads mehr als dreimal so hohes Klickvolumen ab (rd. 19%).

3 Akut-Tipps für Werbetreibende

  1. Positionen beobachten: Es kann passieren, dass Keywords aus dem sichtbaren Bereich fallen, falls nicht auf Top-Positionen geboten wird.
  2. Erweiterungen nutzen: Anzeigenerweiterungen (Sitelinks, Callout) werden noch wichtiger, um sich abzugrenzen. Die „Premium"-Erweiterungen sind nicht mehr nur auf Position 1 beschränkt.
  3. Ruhe bewahren: Budget nicht plötzlich um 200% erhöhen. Gutes Augenmaß und tägliche Zahlenüberwachung reichen aus. Bottom Ads können noch etwas auffangen, wenn TOP 4 nicht erreicht wird.